Die Mondknoten sind Punkte, an denen die Mondbahn die Ekliptik schneidet, und symbolisieren karmische Themen und Lebensrichtung in der Astrologie.
Definition
Die Mondknoten sind keine physischen Körper, sondern mathematische Punkte, die aus der Schnittstelle der Mondbahn mit der Ekliptik (der scheinbaren Sonnenbahn) berechnet werden. Der Nordknoten, oder aufsteigende Knoten, ist der Punkt, an dem der Mond von der südlichen auf die nördliche Seite der Ekliptik wechselt, während der Südknoten, oder absteigende Knoten, der gegenüberliegende Punkt ist. Zusammen bilden sie eine Achse im Geburtshoroskop, die oft als Leitfaden für karmische Lektionen und Lebenszweck interpretiert wird. Der Nordknoten steht für Bereiche des Wachstums und Potentials, während der Südknoten Komfortzonen und vergangene Muster anzeigt, sei es aus diesem Leben oder, in manchen Traditionen, aus früheren Leben. Die Knoten stehen immer exakt gegenüber und ihre Positionen werden anhand der mittleren oder wahren Bewegung des Mondes berechnet. In der prädiktiven Astrologie zeigen die Transitbewegungen der Mondknoten und ihre Beziehung zu Planeten oder Punkten im Geburtshoroskop bedeutende Lebensereignisse oder Wendepunkte an. Obwohl die Knoten keine Energie wie Planeten ausstrahlen, tragen sie eine symbolische Bedeutung, die oft mit Sonnen- und Mondfinsternissen in Verbindung gebracht wird, da diese in der Nähe der Knoten auftreten. Die Interpretation der Knoten variiert zwischen astrologischen Traditionen: Die westliche Astrologie fokussiert auf persönliches Wachstum und karmische Themen, während die vedische Astrologie Schicksal und äußere Umstände betont.

