Ein quadrantenbasiertes Häusersystem, entwickelt vom Astronomen und Astrologen Johannes Müller (Regiomontanus) im 15. Jahrhundert.
Definition
Das Regiomontanus-Häusersystem ist eine quadrantenbasierte Methode, um die Himmelskugel in 12 Häuser zu unterteilen. Die Hausspitzen werden berechnet, indem der Himmelsäquator mithilfe eines Systems von Großkreisen, die durch die Himmelsnord- und -südpol sowie den Horizont verlaufen, auf die Ekliptik projiziert wird. Dieses System legt besonderen Wert auf den lokalen Meridian und den Horizont, was es besonders in der Stundenastrologie beliebt macht. Regiomontanus bietet präzise Unterteilungen, die gut mit der Beobachtungsastronomie übereinstimmen, hat jedoch wie alle Häusersysteme Einschränkungen, etwa verzerrte Hausgrößen in extremen Breiten.
Im Horoskop
Im Geburtshoroskop bestimmt das Regiomontanus-System die Hausspitzen, indem es die Himmelskugel basierend auf Horizont und Meridian in gleiche Quadranten unterteilt. Achten Sie auf präzise Hausspitzen, insbesondere in Stundenhoroskopen, aber seien Sie vorsichtig bei extremen Breitengraden, wo Verzerrungen auftreten können.
Beispiele
- Ein Stundenhoroskop, das Regiomontanus verwendet, um das Ergebnis einer Frage zu bestimmen.
- Ein Geburtshoroskop mit verzerrten Hausgrößen bei 70° nördlicher Breite.

